Visualising Democracy – für eine demokratische Debattenkultur (2022-2024)
Visualising Democracy (2022-2024)
Visualising Democracy – für eine demokratische Debattenkultur!
Das Projekt Visualising Democracy wurde vom März 2022 bis zum März 2024 durch die Bundeszentrale für politische Bildung ermöglicht, mit Ablauf der Förderung endete das Projekt.
Im Freundeskreis geht ein TikTok-Video um: „Schau mal, hier zeigen die, dass es gar kein Covid-19 gibt und wir eigentlich von der 5G-Strahlung krank werden.“ Klingt unglaubwürdig? Aber wie lässt sich das feststellen? Was kann man tun gegen solche Desinformation? Und wie sehen gute Antworten aus? Das Projekt Visualising Democracy nahm sich dieses Problems an und machte junge Menschen fit, im Feld der Social-Media-Kanäle bewusst und schlau zu agieren.
Darum ging es bei Visualising Democracy
TikTok, Instagram, YouTube – audiovisuelle Plattformen sind erfolgreicher denn je. Dabei ist das Kurzvideoformat bei TikTok oder die Pendants „Reels“ bei Instagram oder „Shorts“ bei YouTube besonders beliebt. Unterhaltende Videos werden geteilt und bekommen Likes. Doch auch Desinformation und Hasspropaganda gehen zunehmend auf Sendung und finden vermehrt Verbreitung.
Wenig genutzt werden Kurzvideos für Demokratiebildung und Aufklärung – das wollte Visualising Democracy ändern.
Zahlreiche Themen stehen dabei im Fokus: Antidemokratische Wortführer*innen probieren sich als „Hatefluencer“, greifen gezielt Nutzer:innen an und verbreiten rechtsextreme Verschwörungserzählungen. Desinformation und demokratiefeindliche Inhalte verbreiten sich schnell und bekommen hohe Reichweiten. Filterfunktionen und „Augmented Reality“-Technik verzerren und modifizieren Bildmaterial. Sogenannte „Deep Fakes“ und Filterblaseneffekte werden zu einer neuen Herausforderung für unsere Gesellschaft und den Informationsaustausch.
Wir wollten der Tendenz einer Gefahr für die demokratische Debattenkultur mit dem Projekt Visualising Democracy entgegenwirken: Über Workshops, Fortbildungen und Bildungsmaterialien stellten wir die Herausforderungen im Umgang mit sozialen Medien dar und fokussierten Ideen positiver Nutzungsmöglichkeiten. Denn Social Media bietet eine Chance zu sozialer und politischer Teilhabe und für demokratisches Empowerment.
Publikationen
Über den Newsletter „Visualising Democracy“ erreichten wir ganz gezielt Leute aus dem weiten Feld der sozialen und bildungspolitischen Arbeit an. Im zweiwöchigen Rhythmus gab es allerlei Informationen rund um aktuelle Trends und Phänomene, Hate Speech, Desinformation und Verschwörungserzählungen auf TikTok, Instagram & Co.
Pädagogische Ansätze und Ziele
Wir begleiteten junge Menschen mit Interesse an Medienbildung und Demokratie und bildeten sie zu Multiplikator*innen der digitalen Bildung aus. Zusammen erarbeiteten wir, wie Content-Creator*innen sich und ihren Inhalten Reichweite verschaffen. Wir vermittelten nötiges Know-how und Medienkompetenz, um erfolgreich für Demokratie debattieren zu können. Die kritische und kompetente Perspektive auf Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube standen dabei im Zentrum.
Was sind Seh- und Nutzungsgewohnheiten? Wie werden der Medienkonsum und die Meinungsbildung von Algorithmen beeinflusst? Wie kann Wissen(schaft)skommunikation in Kurzformaten gelingen, ohne in Vereinfachung zu verfallen? Wir beleuchteten das Spannungsfeld zwischen Influencing und politischer Bildung in interaktiven Formaten und stellten uns der Frage, mit welchen zentralen Herausforderungen wir uns als Demokratie im 21. Jahrhundert konfrontiert sehen.
Ziel war es, die Teilnehmenden zu befähigen, verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen, sich als Teil der digitalen Zivilgesellschaft zu begreifen und weitere Menschen zu empowern, sich in ihrem digitalen Lebensraum für eine demokratische Debattenkultur zu engagieren.
Eine zweite Zielgruppe waren Multiplikator*innen der sozialen Arbeit, der politischen Bildung und der allgemeinen und interessierten Zivilgesellschaft. Diese sprechen wir über einen Newsletter und Bildungsmaterialien an und vermitteln ihnen einen Zugang zu videobasierten Webinhalten und Sensibilisierung für die Themen rund um Hate Speech, Desinformation, Verschwörungserzählungen und antidemokratische Akteur:innen auf audiovisuellen Plattformen. Welche problematischen oder fantastischen Trends gibt es hier? Wie lässt sich pädagogisch dazu arbeiten? Wir werden aktuelle Trends und Phänomene auf den Plattformen thematisieren, theoretisches Hintergrundwissen vermitteln, Expertise bereitstellen und mögliche Handlungsstrategien aufzeigen.
Visualising Democracy wurde gefördert durch

